Let the fingers do the talking

Habe ich deine Hand genommen oder du meine? Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, aber es spielt auch keine Rolle, da keine von uns beiden ihre Hand zurückzog. Wir sassen auf dem Rücksitz des Taxis, welches uns vom Ausgang nach Hause fahren sollte. Wir begannen mit unseren Händen zu spielen, verschränkten sie ineinander, verstärkten den Druck, lösten ihn wieder, fuhren mit den Fingerspitzen über die Handflächen, ich fuhr mit meinen Fingern an deinen entlang. Du drehtest deine Hand um und ich folgte dir, legte meine obendrauf und strich weiter mit den Fingerspitzen die Konturen nach. Ich war total angemacht, musste aufpassen, dass mir kein Seufzer entwich. Und mich zusammennehmen, die Aktivität meiner Hand nicht auszudehnen. Zwischendurch schauten wir uns kurz an, aber die meiste Zeit schauten wir beide grade aus, innerlich alle Sinne auf die Hände konzentriert. Und ich muss eingestehen, mein Kopfkino lief heiss. Das Spiel unserer Hände übertrug sich in meinem Kopf auf unsere Körper. Es entstanden keine klaren Bilder vor meinen Augen, mehr manifestierte sich die Lust in schemenhaften Körpern die neckisch aber bestimmt miteinander spielten. Hast du die Laute von mir gehört oder waren diese nur in meinem Kopf? Irgendwann mache ich eine Bemerkung dazu, dass du auch bei mir hättest schlafen können. Wir beide wissen, wie es gemeint ist und ich versuche es sogleich zu relativieren indem ich zugebe selber auch lieber bei mir zu Hause zu sein. Es überraschte mich, wie sich dein Griff auch immer wieder fest um meine Hand schliesst, es macht mich total an und ich würde meinen festen Handgriff am liebsten auf deine anderen Körperteile ausweiten. Ich weiss nicht mehr ob ich es gesteuert habe oder ob du selber deine Hand auf dein Bein gelegt hast. Jedenfalls erschien es mir als ob du meine Gedanken gelesen hast. Ich spielte weiterhin mit deiner Hand, erlaubte mir aber den Druck auch etwas auf dein Bein auszuweiten. Dies war auch der Grund, dass ich total verpasste dem Taxifahrer weitere Anweisungen zu geben und wir bereits an meiner Einfahrt vorbeigefahren waren. Den Fahrer darauf aufmerksam zu machen und ihm die korrekten Anweisungen zu geben holte uns beide etwas aus unserer Versunkenheit. Trotzdem lösten wir unsere Finger erst voneinander als das Auto vor meinem Block stehen blieb und ich aussteigen musste.

Als ich kurze Zeit später im Bett lag spürte ich meiner Erregung nach und war nicht weiter überrascht, dass meine Finger auf sehr viel Nässe trafen. Meine Gedanken drifteten ab während meine Finger, dieselben welche kurze Zeit zuvor deine Hand liebkost hatten, sich mit meiner Lust beschäftigten.

Ich stellte mir vor, wir wären beide erst vor deiner Wohnung aus dem Taxi gestiegen. Wir hätten unsere Finger gelöst, ihn bezahlt und wären dann schweigend zu dir in die Wohnung gegangen. Du hättest unsere Jacken weggeräumt und wir beide unsere Schuhe ausgezogen. Länger konnte ich mich dann nicht mehr beherrschen. Ich trat an dich heran, fuhr mit meinen Fingern deine Wirbelsäule hinauf, wie ich es einige Stunden zuvor schon im Club gemacht hatte. Aber nun schaute ich dir dabei in die Augen, fixierte dich und versuchte schluckend meine Erregung im Zaum zu halten. Meine Fingerspitzen umkreisten deinen Haaransatz, strichen leicht über die feinen Härchen. Ich sah dir an, wie sehr dir dies gefiel, allerdings hatten wir beide noch etwas Hemmungen uns vollständig gehen zu lassen. Ich versuchte allen Mut aufzubringen, dich zu küssen, aber dies schien mir ein zu grosser Schritt. Also drängte ich dich gegen eine Wand und nach einem letzten prüfenden Blick in deine Augen, wo ich deine Zustimmung suchte, senkte ich meine Lippen zu deinem Hals. Den ersten Hautkontakt stellte ich mit einem feinen Kuss auf deine empfindliche Haut her. Danach liess ich meine Zungenspitze über dein Schlüsselbein gleiten und fuhr dir gleichzeitig mit den Fingerspitzen den Rücken hinunter. Du liesst mich gewähren,
legtest deine Hände auf meine Hüften und ich spürte wie du unter meinen Berührungen leicht zu zittern begannst. Die Erregung hat sich bei beiden während der Fahrt aufgestaut und wir mussten uns nun beherrschen es langsam angehen zu lassen. Oder zumindest versuchte ich mich zu beherrschen, da ich dich nicht überfahren wollte. Langsam tastete ich mich vor, wagte mehr und prüfte immer wieder, ob ich noch dein Einverständnis hatte und dir vor allem immer noch Lust bereitete mit meinem Tun. Du hattest definitiv das einfachere Spiel, konnte ich mich im Taxi noch mühevoll beherrschen, entwich mir nun immer mal wieder ein Seufzen und Stöhnen. Schon bald wusste ich nicht mehr genau wo mir der Kopf stand und ich wollte meine Berührungen auf deinen gesamten Körper ausdehnen. Ich liess kurz von dir ab und deutete mit dem Kinn auf dein Schlafzimmer. Ich getraute mich nicht zu sprechen, wollte diese spezielle Stimmung durch nichts zum Rückzug zwingen. Du nicktest mir zu, gingst voran und machtest gedämpftes Licht an. Ich löschte das helle Licht im Gang und folgte dir.

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